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Verkehrsentwicklung. Für Fischbachtal.

Welche Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Verkehrsentwicklung in Fischbachtal sehen Sie?

Ein Standortvorteil von Fischbachtal ist die relative Nähe zum Rhein-Main-Gebiet und zum Rhein-Neckar-Gebiet. Fischbachtal ist deshalb eine Pendlergemeinde. Weit über 900 Menschen verlassen täglich das Fischbachtal in alle Richtungen auf dem Weg zur Arbeit.

Dazu kommen die Schüler, die aus den Ortsteilen nach Niedernhausen müssen und all jene, die in die weiterführende Schule nach Groß-Bieberau fahren. Es gibt nur noch wenige Einkaufsmöglichkeiten in den Ortsteilen. Selbst der neue Einkaufsmarkt ist weit außerhalb und fußläufig kaum erreichbar.

Wenn jetzt bei allen damit verbundenen Problemen der Individualverkehr eine gewichtige Rolle spielt, werden durch die demografische Entwicklung andere Konzepte notwendig.

Bei der Lage und der geografischen und topografischen Struktur der Gemeinde, ist der Öffentliche Personennahverkehr an seiner Grenze. Die Bereitschaft zur finanziellen Solidarität der Kommunen, die in der DADINA organisiert sind, ist sehr begrenzt. Das Angebot an Verbindungsfrequenzen in Richtung Darmstadt stößt nicht immer auf die unter wirtschaftlichen Aspekten notwendigen Fahrgäste.

Umso wichtiger ist es, in der DADINA die Fischbachtaler Interessen konzeptionell und argumentativ zu vertreten.

In der Vergangenheit ist die Vernetzung der Fischbachtaler Ortsteile mit Bussen mangels Nachfrage und aus Kostengründen gescheitert.

Ich halte es trotzdem für wichtig, die in den letzten Jahren immer wieder an Wirtschaftlichkeit und Nachfrage gescheiterten Versuche der Einrichtung von Rufbussen und Sammeltaxis immer wieder aufs Neue wiederzubeleben und zu prüfen.

Ehrenamtlich organisierte Fahrdienste halte ich bestenfalls als Ergänzungsangebot für sinnvoll und durchführbar.     

Was die konkrete Verkehrssituation in Fischbachtal angeht, gibt es hauptsächlich zwei neuralgische Punkte.

Im Ortsteil Niedernhausen wurde nach dem Verkauf der Bushalle versäumt, eine Lösung für das Wenden der Busse zu finden. Möglichkeiten, die sich beim Bau des Verschwenks am Friedhof oder beim Bau der Rückhalteeinrichtung am Herrensee ergeben hätten, wurden nicht geprüft und verfolgt. Der Busverkehr durch die Eckwiesen ist für die Anwohner und für die Straße selbst eine übermäßige Belastung. Die Park- und Haltesituation entlang der Darmstädter Straße bedarf weiterer Überlegungen.

Im Ortsteil Lichtenberg ist die Parkplatzsituation immer wieder ein Problem, wenn Veranstaltungen im Schloss stattfinden. 

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