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Naturschutzziele. Für Fischbachtal.

Was kann die Gemeinde aus Ihrer Sicht zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität und Strukturvielfalt beitragen?

Wir leben in einer Kulturlandschaft, die geprägt ist von Land- und Forstwirtschaft.

Die Gemeinde als größter Forsteigentümer hat damit auch bei der Nutzung des Waldes den größten Hebel. Die in der Vergangenheit bei Forstwirtschaft in die Wege geleitete Zertifizierung nach FSC und PEFC setzen hohe Standards an nachhaltiges Wirtschaften. An diesen hohen Standards ist auch zukünftig festzuhalten.

Als Gemeinde mit hohem Naherholungswert im Rhein-Main-Gebiet ist der Freizeitdruck auf Flora und Fauna hoch. Bei der Markierung von Rad- und Wanderwegen ist auf ausreichende Rückzugs- und Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten zu achten. Wanderer, Radfahrer, Hunde- und Pferdebesitzer aber auch die Holz- und Forstwirtschaftler sind anzuhalten, diese Flächen zu respektieren und zu schützen.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der „Kulturlandschaft Odenwald“ sind Streuobstwiesen. Ein besonderer Schwerpunkt ist deshalb auch der Erhalt, die Pflege und die Förderung dieser Landschaftsnutzung.

Dort, wo die Gemeinde weder Grundstückseigentümer ist noch gesetzliche Regulierungsmöglichkeiten hat, geht es darum, auf freiwillige Initiativen zu setzen. Neben den etablierten überregionalen Organisationen haben sich in Fischbachtal kleine, aber leidenschaftliche Vereinigungen wie „Fischbachtal kreativ“ oder „Gentechnikfreies Fischbachtal“ gebildet. Die Arbeit all dieser Menschen, die sich für den Erhalt von Natur und Biodiversität einsetzen ist nicht hoch genug einzuschätzen, zu würdigen und zu unterstützen.

Ein Faktor, der mir persönlich aber auch den Kolleginnen und Kollegen aus meiner Fraktion sehr am Herzen liegt, ist die Einschränkung des Landschaftsverbrauchs durch Siedlungsflächen. Der CDU ist es gelungen, bei der Verabschiedung des Flächennutzungsplans Umnutzungen zu verhindern.

Der Erhalt der Biodiversität ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Verständnis für die Zusammenhänge  in der Natur ist leider spürbar zurückgegangen. Der Ansatz, mit Informationstafeln die Landschaft mit allen Bestandteilen erlebbar zu machen, ist zu fördern. Den Auftrag zur besseren Umweltbildung wird die Gemeinde nicht erfüllen können aber einen Beitrag können wir leisten, indem wir das Interesse wecken.

Als Jäger, Wanderer, Biker und gelegentlicher Waldarbeiter beschäftige ich mich mit den Zusammenhängen und Wechselwirkungen intensiv. Diese Kenntnisse werde ich natürlich leidenschaftlich in Diskussionen, Beratungen und Entscheidungen einbringen.

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